This website is part of an art exhibition taking place in the winter 2017/18 in Berlin: The SORONG 1962 project invites you on a journey: a time marked by the collision of tough economic interests and ancient cultures, a time in between, when a group of young idealistic people met, voluntarily or forcedly want or should be able to achieve a political goal.

At the project space „Zagreus“ in Berlin, the two Dutch artists Tanya von Barnau Sythoff and Wendela de Vries, who both made their first „discoveries of the world“ in Sorong as toddlers, bring together their earliest childhood memories. The third artist in the group is Alfred Banze from Berlin. He represents the present by meeting people in Sorong. The website www.lettersfromutopia.net presents a diary in texts, drawings and photos.

Tanya: „In my family there were one, two photo albums and my mother’s cookbook, now and then a slide evening, when friends from that time let themselves be seen, that’s all. My father, who volunteered as a Dutch officer to Sorong, seldom or never spoke about the time we spent there. Nor did he talk about his childhood in Indonesia, too many incomprehensible things had happened there. He was sixteen when he came by ship from Jakarta to Amsterdam. In the Netherlands, he met my mother while being trained as an officer at the Royal Military Academy. In the spring of 1960 he left for New Guinea, then called New Guinea (NNG) in the Netherlands, the western part of one of the big islands: Papua New Guinea. Finally he was back in the tropics. I was only a few months old when my mother followed him. Two years later, in 1962, the Netherlands handed over its last colony in Asia to Indonesia and we returned to the Netherlands. Unspoken, the experience of New Guinea has accompanied me all my life, now I want to bring it to the table. My childhood (t) space and a world political game between the powerful of the earth.

The project space Zagreus can be imagined as a wagon in a train in which conversations take place, past changing historical landscapes and occasionally passing by the scents and tastes of distant lands. SORONG 1962 marks the beginning of a traveling project that explores the local stories of each station.

Diese Website ist Teil einer Kunst-Ausstellung, die im Winter 2017/18 in Berlin stattfindet: Das Projekt SORONG 1962  lädt Sie ein mit auf die Reise zu gehen: In eine Zeit, die sich durch das Aufeinanderprallen knallharter wirtschaftlicher Interessen und uralter Kulturen auszeichnete, einer Zeit dazwischen, in der sich eine Gruppe junger idealistischer Menschen traf, die freiwillig oder gezwungen ein  politisches Ziel ermöglichen wollten oder sollten. 

Im Projektraum „Zagreus“ in Berlin bringen die beiden niederländischen Künstlerinnen Tanya von Barnau Sythoff und Wendela de Vries, die beide als Kleinkinder ihre ersten „Entdeckungen der Welt“ in Sorong machten, ihre frühesten Kindheitserinnerungen zusammen. Der dritte Künstler im Bunde ist Alfred Banze aus Berlin. Er steht für die Gegenwart, in dem er vor Ort in Sorong unterwegs ist. Die Website www.lettersfromutopia.net präsentiert sein Tagebuch in Texten, Zeichnungen und Fotos.

Tanya: „In meiner Familie gab es ein, zwei Fotoalben und das Kochheft meiner Mutter, ab und zu einen Dia-Abend, wenn sich Freunde aus jener Zeit mal blicken ließen, mehr nicht. Mein Vater, der sich als niederländischer Offizier freiwillig nach Sorong meldete, sprach selten bis nie über die Zeit, die wir dort verbracht haben. Ebenso wenig sprach er über seine Kindheit in Indonesien, zu viele unverständliche Dinge waren dort passiert. Er war sechzehn, als er mit einem Schiff von Jakarta nach Amsterdam kam. In den Niederlanden lernte er meine Mutter kennen, während er an der Königlichen Militärakademie als Offizier ausgebildet wurde. Im Frühjahr 1960 brach er nach Neuguinea auf, das damals noch Niederländisch Neuguinea (NNG) hieß, der westliche Teil einer der großen Inseln: Papua Neuguinea. Endlich war er wieder zurück in den Tropen. Ich war gerade einmal ein paar Monate alt, als meine Mutter ihm nachreiste. Zwei Jahre später, im Jahr 1962 übergaben die Niederlande ihre letzte Kolonie in Asien an Indonesien und wir kehrten zurück in die Niederlande. Unausgesprochen hat mich die Erfahrung Neuguinea mein Leben lang begleitet, jetzt möchte ich sie auf den Tisch bringen. Mein Kindheits(t)raum und ein weltpolitisches Spiel zwischen den Mächtigen der Erde. 

Den Projektraum Zagreus kann man sich als einen Wagon in einem Zug vorstellen, in dem Gespräche geführt werden, sich verändernde historische Landschaften vorüberziehen und ab und zu die Düfte und Geschmäcker ferner Länder vorbeiwehen. SORONG 1962 ist der Anfang eines reisenden Projekts, das sich auf die lokalen Geschichten der jeweiligen Stationen einlässt.